Alles Rechtliche rund ums Pferd unter einem Dach

Rechte des Käufers beim Pferdekauf Gewährleistung

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Die Haftung des Pferdeverkäufers beim Pferdekauf ist sehr umfangreich. Der Käufer hat aus diesem Grunde vielgestaltige Rechte und Möglichkeiten. Bis zum 31.12.2001 galt im Rahmen des Pferdekaufs das sog. Viehkaufsrecht mit seinen gesetzlichen Sonderregelungen, dass für Verträge, die bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen worden sind, auch weiterhin anwendbar bleibt. Dieses Recht unterschied zwischen Hauptmängeln (z. B. Dämpfigkeit, Kehlkopfpfeifen, Koppen) und sog. Neben- oder Vertragsmängeln (z. B. Hufrollenentzündung, Rehe, Spat). Seit dem 01.01.2002 ist diese Unterscheidung durch das Schuldrechtmodernisierungsgesetz weggefallen. Nach neuem Recht sind Pferde u. a. frei von Sachmängeln zu liefern. Von einem Sachmangel spricht man, wenn...

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„Was ist ein Flurschaden im rechtlichen Sinn und wann und wem muss ich den melden?“

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Flurschäden sind alle Schäden an landwirtschaftlich- oder gartenbaulich genutztem Grund. Egal ob es sich um Bissschäden an Bäumen, zertrampelte Beete oder durch Hufspuren zerstörte Felder handelt. Jeder Pferdebesitzer haftet nach § 833 BGB für die von seinem Tier ausgehende spezifische Tiergefahr, d.h. wenn der Schaden gerade durch das in der Natur des Tieres liegende unberechenbare Verhalten entsteht. Dazu gehören das Ausbrechen aus der Weide, Durchgehen, Scheuen, Losreißen etc. Nicht unter diese Vorschrift fällt der Fall, dass das Pferd seinem Reiter gehorcht, dieser aber bewusst z.B. über ein frisch eingesätes Feld reitet und dadurch Schäden verursacht oder in Kauf nimmt. Das erspart diesem aber natürlich nicht die Haftung. Wichtig...

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